Ägypten und Sex


Ja ich weiß. Diesmal sind wir ein wenig spät dran. Dankt den netten Bakterien dafür, dass sie mich mit tollen von Fieber getränkten Träumen und Gedanken heimgesucht haben.  Salvador Dali lässt grüßen.  Zumindest konnte ich in der Zeit mich mit zwei Gedanken intensiver beschäftigen. Was ist wichtiger? Demokratisierungstendenzen in Ägypten und Umland oder die Freude darüber dass unsere Familienministerin , gemäß ihrer Profession,  demnächst Mutter wird? Ich bin ratlos. Wie lange halten die Demokratisierungstendenzen an? So lange bis ein neuer rechtmäßiger Despot gewählt worden ist?! Ich hoffe darauf, das die ägyptische Bevölkerung beweist, das der Islam auch Demokratie wagen kann. Gewagt ist auch die Aussage, dass man als junger Mensch ein Poster von Helmut Kohl im Zimmer hängen hatte. Da liegt ja auf der Hand, warum das mit der Liebe jetzt erst im Ministerium klappt. Mein politisches Sendebewusstsein war als Teenager nicht besonders groß, aber spätestens wenn ich bei einem Mädchen ein Poster von Helmut Kohl über der Knutschecke gesehen hätte, wäre nix mehr gegangen. Es wundert mich nicht, dass es ein wenig gedauert hat bis der richtige Partner gefunden wurde. Die Nachfolge von Ursula von der Leyen in der Frage der Fruchtbarkeit anzutreten ist auch nicht ganz fair. Das gebe ich zu. Aber wie funktioniert konservativer Sex eigentlich?! Gibt es da Gekuschele und Vorspiel. Ich glaube ja nicht. Den irgendwo muss man doch auf den Punkt kommen. Wenn schon die Politik nicht konkret ist. (sawo)
Politische Korrektheit ist nicht mein Maß zum Abschätzen der Politik. Weder bei Xtina noch in Ägypten. Mit 33 als berufstätige Akademikerin Mutter zu werden, ist positiv. Unsere Gesellschaft braucht Kinder aus wertbasiertem Umfeld. Die Alternativen zeigt uns RTL. Mitten im Leben. Ist scripted reality, spiegelt die Wahrheit aber besser als boulevard-bemühte Talkshows von ARD & ZDF. Am Rande: Rainer Langhans hatte kein Kohl-Poster. Und keine Kinder. Che Guevara auch nicht. Soviel zu den Vätern der Revolution. Kein Anlass zu (Sozial)Romantik auch in Nordafrika. Kernfrage: was ist wichtiger? Unsere (ökonomische) Sicherheit – durch Autokraten und Diktatoren? Oder Selbstbestimmung der Menschen – trotz Gefahr eines selbstgewählten Islamismus? Jubeln sollte allein Gesine Lötzsch. Denn die Diktaturen Nordafrikas wurden nicht militärisch beseitigt. In Afghanistan findet sie das nämlich doof. Und im Irak. Lötzsch hat zwei Kinder. Und war 5 Jahre in der SED, Honecker wohl eingerahmt zu hause, was zeigt: nicht das Poster macht die Kinder. Und das ist gut so! (seba)

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