Archive for Februar, 2011

Klau-Karl, ESC & Thomy

Samstag, Februar 19th, 2011


Ich kann ihn nicht verteidigen, den Verteidungsminister. Und will es auch nicht. Eine Lüge ist eine Lüge. Er ist nun nicht mehr der tolle Theodor, er ist jetzt Klau-Karl. So schnell geht das. Und alle sind sich einig. Alle. All diejenigen, die sonst vor Vorverurteilungen warnen. Die von Privatsphäre öffentlicher Personen sprechen. Die Verständnis haben für Straftäter, Schulabbrecher, Sozialhilfe-Adel. Die Täter sonst zu Opfern machen. Sie alle sind nun empört. Ob sie das auch beim nächsten U-Bahn-Schläger, nächsten Ehrenmörder oder Amokläufer sind? Haben die Byski und Gysi mal zur Grundgesetztreue ihrer Doktorarbeiten befragt? Und wieso fragt niemand Gottschalk warum er nicht schon jetzt abtritt? Gummibären verkaufen, Frauen angrabschen, Karnevalskostüme tragen und sich von meinen GEZ-Gebühren zwei Wohnsitze leisten – ich erwarte mehr von einem TV-Star, auch mit 59 Jahren. Da war selbst die Songauswahl für den ESC (wdr-cooler Begriff) spannender. LML wird beim ESC „Taken by a stranger“ singen. Das passt dann auch wieder gut zu Klau-Karl. (seba)

Jetzt lassen wir mal den Christen im Dorfe. Oder wie war das mit den 10 Geboten?! eigentlich ist dieses Doktording eine geschickte Kampgane, die mal wieder beweist, das unser Bildungssystem doch mal an der einen oder anderen Stelle ganz komisch funktioniert. Hätte nämlich Michael Kabulski aus einer ehrenhaften Arbeiterfamilie in (Ort selbst einfügen) mit seinen Gesamtschulabitur und Primadiplomnote eine Doktorarbeit verfasst, dann wäre der eine oder andere Blick ein wenig genauer gewesen. Wie lange existieren den eigentlich schon diese superben Plagiatsprüfungsprogramme, wenn sie keiner benutzt. Liegt das etwas an der Leistungsverdichtung die unsere Universitätsprofessuren ausstehen müssen. Genau die gleiche Leistungsverdichtung, die auch LML zu bewältigen hatte. Was sagt uns Das? Wer zuviel arbeitet, leistet früher oder später nur noch Mittelmaß ab?! Beide Storys kann man ein wenig mit aktuellen Leistung von Werder Bremen vergleichen. Die spielten vor einen halben Jahr auch noch in der Champions League?! Wie das alles endet, wissen wir im Mai. (sawo)

Ägypten und Sex

Dienstag, Februar 8th, 2011


Ja ich weiß. Diesmal sind wir ein wenig spät dran. Dankt den netten Bakterien dafür, dass sie mich mit tollen von Fieber getränkten Träumen und Gedanken heimgesucht haben.  Salvador Dali lässt grüßen.  Zumindest konnte ich in der Zeit mich mit zwei Gedanken intensiver beschäftigen. Was ist wichtiger? Demokratisierungstendenzen in Ägypten und Umland oder die Freude darüber dass unsere Familienministerin , gemäß ihrer Profession,  demnächst Mutter wird? Ich bin ratlos. Wie lange halten die Demokratisierungstendenzen an? So lange bis ein neuer rechtmäßiger Despot gewählt worden ist?! Ich hoffe darauf, das die ägyptische Bevölkerung beweist, das der Islam auch Demokratie wagen kann. Gewagt ist auch die Aussage, dass man als junger Mensch ein Poster von Helmut Kohl im Zimmer hängen hatte. Da liegt ja auf der Hand, warum das mit der Liebe jetzt erst im Ministerium klappt. Mein politisches Sendebewusstsein war als Teenager nicht besonders groß, aber spätestens wenn ich bei einem Mädchen ein Poster von Helmut Kohl über der Knutschecke gesehen hätte, wäre nix mehr gegangen. Es wundert mich nicht, dass es ein wenig gedauert hat bis der richtige Partner gefunden wurde. Die Nachfolge von Ursula von der Leyen in der Frage der Fruchtbarkeit anzutreten ist auch nicht ganz fair. Das gebe ich zu. Aber wie funktioniert konservativer Sex eigentlich?! Gibt es da Gekuschele und Vorspiel. Ich glaube ja nicht. Den irgendwo muss man doch auf den Punkt kommen. Wenn schon die Politik nicht konkret ist. (sawo)
Politische Korrektheit ist nicht mein Maß zum Abschätzen der Politik. Weder bei Xtina noch in Ägypten. Mit 33 als berufstätige Akademikerin Mutter zu werden, ist positiv. Unsere Gesellschaft braucht Kinder aus wertbasiertem Umfeld. Die Alternativen zeigt uns RTL. Mitten im Leben. Ist scripted reality, spiegelt die Wahrheit aber besser als boulevard-bemühte Talkshows von ARD & ZDF. Am Rande: Rainer Langhans hatte kein Kohl-Poster. Und keine Kinder. Che Guevara auch nicht. Soviel zu den Vätern der Revolution. Kein Anlass zu (Sozial)Romantik auch in Nordafrika. Kernfrage: was ist wichtiger? Unsere (ökonomische) Sicherheit – durch Autokraten und Diktatoren? Oder Selbstbestimmung der Menschen – trotz Gefahr eines selbstgewählten Islamismus? Jubeln sollte allein Gesine Lötzsch. Denn die Diktaturen Nordafrikas wurden nicht militärisch beseitigt. In Afghanistan findet sie das nämlich doof. Und im Irak. Lötzsch hat zwei Kinder. Und war 5 Jahre in der SED, Honecker wohl eingerahmt zu hause, was zeigt: nicht das Poster macht die Kinder. Und das ist gut so! (seba)